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Peerless (2)

Peerless Alloy (Lightweight):

Peerless Lightweight

Zwischen 1957 und 1961 wurde eine sehr leichte Handschelle aus einer Aluminiumlegierung ("alloy") in einer Stückzahl von weniger als 10.000 hergestellt. Dieses Exemplar wiegt 102 Gramm, also unwesentlich mehr als die 100 Gramm schwere Airweight von Smith & Wesson. Das aktuelle Leichtgewicht ist die Peerless Superlite (730C) mit 147 Gramm. Zum Vergleich: Das unten abgebildete Exemplar des Model 300 wiegt 263 Gramm.

Peerless 300:

Peerless 300

Hergestellt wurde dieses mit der letzten Version 6 des Model 3 identischen Modell ab März 1995, ab dann wurden die Modellnummern bei Peerless eingeprägt. Dabei ist es möglich, das Model 3 Version 6 noch einige Jahre parallel zum Model 300 verkauft wurde. Auch die Nachfolgemodelle 500 und 700 unterscheiden sich äußerlich nur wenig von diesem Modell - die bereits 1931 eingeführte Form hat sich nicht mehr wesentlich geändert.

Peerless 300

Peerless 301:

Peerless 301

Seit 1981 hat Peerless auch Gelenkhandschellen am Markt
Auf den ersten Blick ist zu erkennen, dass "No Name"-Gelenkhandschellen eine Kopie der Peerless ist. Erstes Unterscheidungsmerkmal ist, dass bei den Peerless-Schellen das Schlüsselloch sich immer in der Mitte des Korpus befindet.
Das abgebildete Modell 301 P ist brüniert, bei Peerless heißt diese Ausführung "pentrate finish".
Die Produktion der 301 wurde 2003 zugunsten des Nachfolgemodells 801 (s. unten) eingestellt.

Peerless 400:

Peerless 400

Nach der Laufzeit des Model 3 wurde Model 400 als Nachfolger der 300 vorgestellt, ein baulich dickeres, schwereres und stabileres Modell. Es wurde nur über einen sehr kurzen Zeitraum hergestellt und vom Model 500 abgelöst, da es sich im Einsatz als spröde herausstellte.
Auffällig neben der stärkeren Maße ist auch der eckige Schieber an der Seite, um die Arretierung einzudrücken.

Peerless 400

Peerless 500:

Peerless 500

Die Peerless 500 erschien 1998 als Nachfolger der 300 und war eine ebenso optimale Standardhandschelle. Peerless-Fesseln sind bei US-amerikanischen Polizeibehörden weit verbreitet.
Die minimal ersichtlichen Unterschiede zum Vorgängermodell 300 ist die andere Beschaffenheit des Finish (wirkt "gebürstet"), und dass die Modellnummer auf einer Seite darauf geschrieben ist; und zwar nicht gestanzt, sondern es wirkt wie gelasert oder geätzt. Zuletzt haben die Drehgelenke zwischen Korpus und Kette eine andere Form.
(Archiv)
Die 500 wird von Peerless mit kurzer Übergangsphase seit Anfang 2003 nicht mehr weitergeführt, die neue Reihe ist die 700-er:

Peerless 700:

Peerless 700

Die Ende 2002 eingeführte Peerless 700 ist wesentlich baugleich mit dem 500-er Modell. Der auffälligste Unterschied liegt in den sichtbar erhabenen Nieten, die dem Modell mehr Stabilität verleihen. Wie die anderen Peerless auch, handelt es sich um eine empfehlenswerte Handschelle für übliche Einsatzzwecke. Seit einigen Jahren sind Peerless durchaus auch in Deutschland im Gebrauch.
Hier gibt es ein Vergleichsbild zwischen den 300, 500 und 700.

Seit wenigen Jahren (Stand 2020) sind alle Fesseln von Peerless nur noch in der so genannten C-Serie erhätlich, die ein verbessertes, gegen Manipulation sichereres Schloss verfügt.

Peerless 700 long chain

Als Spezialanfertigung gibt es Modell 700 auch als "long chain"-Version mit verlängerter Kette (ca. 18 cm). Handschellen mit längerer Kette werden auch von Smith & Wesson oder Clejuso geliefert.

Solche Handschellen mit verlängerter Kette sieht man manchmal in Spielfilmen: Denn wenn der Held damit die Hände auf dem Rücken gefesselt hat, kann er durch sie so durchsteigen, dass er sie nach vorne bekommt und besser öffnen kann. Meist geht es jedoch darum, auch Inhaftierte zu fesseln, die ihre &Hauml;nde vor oder hinter dem Rücken nicht zusammenbekommen, etwa aufgrund einer Behinderung. Ebenso sind weitere spezielle Möglichkeiten denkbar, etwa Angeklagte im Verfahren oder beim Transport damit zu fesseln, falls man einerseits keine Übergriffe erwartet, sie andererseits aber doch gefesselt haben möchte. Durch die lange Kette sind solche Handschellen nicht zu unangenehm zu tragen, vor allem weil das Risiko von Nervenquetschungen verringert wird. Dadurch können Gefangene sie auch über längere Zeit tragen.

Peerless Superlite 730 CB:

Peerless 730CB

Die Superlite (in den Versionen CS in ceramic/grey und CB in ceramic/black wie das vorliegende Exemplar) ist überwiegend aus einer Aluminiumlegierung in Kombination mit Stahl hergestellt, das Modell wiegt nur 147 Gramm. Das Modell entspricht den in den USA für Handschellen übliche Normen und soll einen Beitrag leisten, Einsatzkräften ihre Aufgabe wörtlich genommen leichter zu machen: Heutzutage wiegt die Ausrüstung am Einsatzgürtel durchaus mehrere Kilogramm.

Peerless 750 BP:

Peerless 750B

Seit einigen Jahren gibt es komplett eingefärbte Modelle, hier eins in pink. Die passende Fußschelle dazu ist auf der nächsten Seite zu finden.

Die Idee, die Fesseln einzufärben, entwickelte sich in US-amerikanischen Countys mit verschiedenen Dienststellen. Nach der Einlieferung zum Gericht bzw. in Untersuchungshaft - also häufig ins County Jail - wollten die Beamten "ihre" Fesseln wiederbekommen. Vermutlich wurden vorher irgendwelche Fesseln zurückgegeben unabhängig von Pflege- oder Gebrauchszustand. Niemand bekommt gerne den Schrott der Kollegen, die nicht auf ihre Ausrüstung achten.
Mit der Zeit kamen noch zwei Praktiken hinzu. Zum einen um in Gefängnissen Insassenklassen (z.B. Gangmitglieder, Gewaltkriminelle usw.) auch durch unterschiedliche Fesselfarben kenntlich zu machen. Und zum anderen gibt es noch eine sich verbreitende Praxis, bei mehreren Verhafteten die einzelnen Verdächtigen klar durch farbige Fesseln zu markieren (etwa blau für Fahrer, grün für Beifahrer, orange für weitere Fahrzeuginsassen).

Peerless 801:

Peerless 801

Wie bereits oben beim Modell 301 beschrieben, handelt es sich um das Nachfolgemodell. Die Änderungen sind entsprechend denen zwischen 300 und 700, besonders deutlich die hervorstehenden Nieten und die gelaserten Angaben (Hersteller, Seriennummer, Modell).

BOA Peerless:

Peerless 801

Die us-amerikanische Firma BOA Handcuffs Company stellt auf Basis von Standardfesseln Hochsicherheitsfesseln her. Verbaut werden Hand- und Fußschellen von Peerless und Smith & Wesson.
Leicht erkennbar ist das aufgebaute Sicherheitsschloss, auf diesem Exemplar von Medeco (es gibt auch ASSA Desmo-Schlösser). Je nach Schlüsselstellung wird die Schelle geöffnet, ist in Bereitschaft oder ist arretiert.




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