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Handschellen aus ChinaChinesische Handschellen:
Manchmal werden diese Fesseln (im Bild oben) als "Profihandschellen" verkauft. Auf der Verpackung steht angeblich: Bri Tri-Circle Unten im Bild ist die kleinere Version zu sehen. Vermutlich werden auch in China (vgl. AHC JN-105) auch Leute mit kleineren Handgelenken verhaftet. Chinesische Fußschellen:
Diese Fußschellen kommen in einer praktischen Tasche mit den Fesseln, zwei Schlüsseln und einem Kreuzschraubendreher. Die Schlösser werden von einer abschraubbaren Staubkappe aus Metall verdeckt, dazu ist der Schraubendreher. Alte Chinesische Daumenfessel:
Ältere chinesische Fesseln, die zeitlich vor den 1950er Jahren angesiedelt werden, bestehen überwiegend aus Messing. Es gibt ca. ein halbes Dutzend verschiedener Formen, die auch unterschiedlich komplex aufgebaut sind. Allerdings bleibt unklar, ob diese Messinghandschellen nicht nur für den touristischen Markt hergestellt werden.
Alte Chinesische Handschellen:
Auch diese Handschellen mit Kettenverbindung bestehen aus Messing. Die Konstruktion ist recht einfach, es gibt keine Arretierung. Die Schriftzeichen bedeuten "Polizei". Alte Chinesische Gelenkhandschellen:
Dieses Gelenkmodell ist von der Konstruktion her ebenfalls recht einfach gehalten. Antike Chinesische Handfesseln:
Ziemlich angerostet, aber ziemlich alt. Solche schweren und rigiden Fesseln sind schon lange nicht mehr modern. Verschlossen werden sie durch eine Niete, vermutlich wurden sie für längere Zeit angelegt. Mir ist kein Sammler bekannt, der ähnliche Fesseln hat und mehr darüber wissen könnte.
Nextorch HC 10:
Nach eigenen Angaben wurde Nextorch 2005 in China gegründet und gilt derzeit (2022) als größter Zulieferer von Taschenlampen für die chinesiche Polizei. Auch deutsche Polizeieinheiten werden mit Nextorch-Lampen ausgestattet. Da der Betrieb 142 Patente sein eigen nennt - darunter mindestens eines, das Handschellen betrifft -, dürfte er auch der (Weiter-) Entwickler viele seiner Produkte sein. Das bedeutet nicht unbedingt, dass Nextorch auch wirklich der Hersteller oder ursprügliche Erfinder ist, diese zumindest jedoch weiterentwickelt haben könnte und den Vertrieb übernommen hat. Baugleiche bzw. -ähnliche Handschellen wurden mindestens seit 2018 auch unter den Namen Brifield, Yoghourd oder Senken angeboten. Jedoch scheint mir die Verarbeitungsqualität besser als bei den Brifield, von denen ich ein Modell 2019 begutachten konnte und zu dem es auch ein Youtube-Video eines Sammlers gibt. Zumindest in den Vereinigten Staaten werden oder wurden auch Modelle mit Standard-Schlüssel angeboten (HC 08 als Kettenmodell, HC 09 als Gelenkmodell). Die Modelle mit dem Drei-Bart-Schlüssel sind die hier gezeigten HC 10 und HC 11 (der Schlüssel ist kleiner als der der Bonowi, sie sind untereinander nicht kompatibel). Sie wurden von Nextorch um 2020/2021 auf den Markt gebracht. Das Modelle sind aus "Flugzeugaluminium" hergestellt. Die HC 10 wiegt laut meiner Waage 228 g. Das ist gegenüber einem aus Stahl gefertigtem Modell, wie etwa der Smith & Wesson M-100 mit 285 g, keine große Ersparnis. Eine Smith & Wesson M-926 Airweight wiegt gerade mal 100 g. Trotzdem sind sie erheblich leichter als etwa die Bonowi Trilock mit ihren ca. 500 g. Nextorch HC 11:
Das ist das Gelenkmodell. Das "Gelenk" besteht aus zwei nicht verdrehbaren Ketten, das Prinzip ist von den 1981 erschienenen Peerless-Gelenk-Handschellen her bekannt. Das Modell wiegt 288 g. Ich halte die Nextorch für ansprechende und durchaus gut konstruierte Handschellen von guter Qualität. Aufgrund des nicht mit anderen Modellen kompatiblen Schlüssels haben sie eine gewisse Grundsicherheit, da ein Standardschlüssel nicht passt. Allerdings dürften sie keine Einzellösung im Sinne einer Eigenbeschaffung darstellen, da bei einer Überstellung entweder der Schlüssel mitgegeben werden muss oder die Fesseln gewechselt werden müen. Es besteht auch ein erhebliches Aufsichtsproblem in Notfällen (vgl. Garantenstellung). |