Handschellen Handschellenseite Enris' Handschellen-Sammlung - Navigation

Startseite Sammlung
Navigation zu Einzelseiten | Übersicht
Deutschland 1 | Deutschland 2 | Deutschland 3 | DDR | Europa 1 | Europa 2 | Frankreich | Großbritannien 1 | Großbritannien 2 | Fernost 1 | Fernost 2 | China | USA 1 | USA 2 | USA 3 | USA 4 | Restliche Welt
Handschellen | Gelenk-HS | Darbies | Fußschellen | Antike Schellen | Sonstige
Alcyon 1 | Alcyon 2 | AHC 1 | AHC 2 | AHC 3 | Clejuso 1 | Clejuso 2 | Clejuso 3 | Clejuso 4 | Deutsche Polizei | Hiatts 1 | Hiatts 2 | Hiatts 3 | Hiatts 4 | Hiatt-Thompson | Indian Darbies | KUB 1 | KUB 2 | Peerless 1 | Peerless 2 | Peerless 3 | Ralkem | Rivolier | S & W 1 | S & W 2 | S & W 2 | Yuil |

Frankreich 1

Die vermutlich bekanntesten Handschellen aus Frankreich von Rivolier haben eine eigene Seite.

La Massenotte:

Die Massenottes wurden 1926 von dem französischen Polizisten Albert Massenot erstmals vorgestellt, wofür er 1927 ein Patent erhielt. Massenot nannte sie im Wortspiel mit seinem Namen und dem französichen Wort für Handschellen ("menottes") "La Massenotte".
Die Massenotte ist quasi die Mutter der französischen Handschellen: Diese - in meinen Augen typische - "französische Form" findet sich bei sehr vielen Handschellen aus Frankreich wieder. Die Ovale bzw. Elipsen der Schellen liegen eher quer, während sie bei Standardhandschellen (im Peerlessstil) hochkant stehen.
Am Rande notiert finden sich durchaus französische Quellen, welche die Massenotte mit ihrem System mit Schlüssel und Bügeln als Revolution und Ursprung aller modernen Handfesseln beschreiben. Dem ist nicht so, da diese Technik etwa von Peerless bereits 1912 in den Vereinigten Staaten patentiert wurde.

La Massenotte

Es gibt die Massentotte in verschiedenen Varianten: Mit kurzer oder langer Kette, mit Flach- oder mit Rohrschlüssel. Hier sind einige dieser Varianten zu sehen.

La Massenotte (2):

La Massenotte

Gar nicht so selten sieht man die Massenotte auch mit langer Kette. Das gezeigte Modell ist in einem nicht mehr sicher zu gebrauchenden Zustand.

La Massenotte Cabriolet:

La Massenotte Cabriolet

Von dem Typ gibt es auch eine 1930 patentierte Abführfessel, auf französisch "cabriolet" genannt. An einer Schelle ist ein Griffstück angebracht, das Platz sparend weggeklappt werden kann.

Es gibt zum Flachschlüsselmodell identische Modelle unter anderem Namen, konkret die deutsche K & D und die argentinische Halcon, dort sind jeweils weitere Informationen dazu.

La Pegy:

La Pegy

Die La Pegy Handschellen sind aus französischer Produktion (hm, viele französische Handschellen folgen grob dieser Form, auch GK France oder die alten "La Massenotte" s.u.). Vermutlich gibt es in Frankreich dieses Formverständnis von Handschellen, wie es das auch von Herstellern wie AHC, Hiatts oder Smith & Wesson in Bezug zu den Peerless gibt.
Die "La Pegy" sind recht einfach gemacht. Hauptanteil ist Aluminium, sie sind ziemlich kantig und schwergängig, es gibt keine Sicherung gegen weiteres Zuziehen der Bügel. Dieses Modell ist demnach nicht für den häufigen Einsatz geeignet.

Police Nationale ("La maroccaine"):

Police Nationale

Der Hersteller dieser Handschellen ist mir unbekannt. Auf einem Bügel steht "Police Nationale". Französische Handschellen in dieser eher ovalen Form werden manchmal Marokko-Handschellen genannt, vermutlich weil ein ähnlicher Typ bevorzugt im früher kolonialfranzösischen Marokko verwendet wurde. Auffällig sind die beiden gespiegelten Schellen. Sonst folgen auch diese Fesseln der französischen Handschellenlogik mit Aluminiumkorpus und Stahlbügel, sowie der typischen Form.




Vorherige Seite | Nächste Seite

Startseite